Schwerpunkte
 
  Facharzt-Ambulanz für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychotraumatologie  
   
 
Praxisschwerpunkte
Psychoanalyse    

Die Psychoanalyse ist die über hundert Jahre alte und dennoch hochaktuelle, von Sigmund Freud begründete und seither ständig weiter entwickelte Behandlungstechnik, die ein Höchstmaß von Selbsterkenntnis und persönlicher Entwicklung ermöglicht. Ausgehend von der Erkenntnis, dass wesentliche Lebensmuster und Beziehungsstrukturen in kindlichen Erfahrungen wurzeln und in erwachsenen Lebensumständen wiederbelebt werden, bewirkt diese intensive Behandlungstechnik in einzigartiger Weise die "Aufarbeitung verbliebener Kindlichkeit" (P. Fürstenau).

Freuds Behandlungsliege im Freud-Museum, London. (Quelle/Externer Link: Wikipedia)

     
Psychotherapie    
Analytisch orientierte oder tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie bedient sich einzelner Elemente der Psychoanalyse, ist aber weniger aufwändig und verfolgt lediglich begrenzte Ziele, die vor Behandlungsbeginn im gemeinsamen Gespräch definiert werden.  
     
Traumazentrierte Psychotherapie    
Die oben skizzierten Behandlungsformen sind dem Grundsatz verpflichtet, dass die Patientin/der Patient möglichst über alles sprechen soll, was ihr/ihm in den Sinn kommt (sog. psychoanalytische Grundregel). Bei traumatisierten PatientInnen, die durch schwerste nicht integrierte Erlebnisse geprägt sind, hat sich dieses Grundprinzip als nicht anwendbar oder sogar schädlich erwiesen, da jedes Wachrufen der traumatischen Erinnerungen die alten Belastungen mobilisiert (Intrusionen, Albträume und Flashbacks) . Traumazentrierte Psychotherapie ist daher zunächst um die Vermittlung von Stabilisierung, Distanzierung und Selbstkontrolle bemüht, die systematisch eingeübt werden, damit erst im nächsten Schritt die Begegnung mit dem Trauma möglich wird. Dazu werden imaginativ-hypnotherapeutische Techniken oder das EMDR (Eye movement desensitization and Reprocessing nach F. Shapiro) verwendet. Der letzte Behandlungsabschnitt, der Trauerarbeit ermöglicht und zur Integration des Erlebten in die eigene Geschichte führen kann, ähnelt dann wieder konventioneller Psychotherapie.  
     

EMDR

   
Eye Movement Desensitization and Reprocessing ist eine Behandlungstechnik zur Umwandlung traumatischer Erinnerungen, deren Vorgehen dadurch gekennzeichnet ist, dass parallel zum traumatischen Bild, den zugehörigen dysfunktionalen Überzeugungen, der Emotion und dem Körpergefühl eine alternierende Stimulation der beiden Hirnhälften durchgeführt wird. Diese Stimulation erfolgt vorwiegend durch optische Reize (Induktion von Augenbewegungen wie in den sogenannten REM-Phasen des Traumschlafs). Dem Gehirn wird dadurch ermöglicht, die traumainduzierte Informationsblockierung zu überwinden und das traumatische Bild in eine normale Erinnerung umzuwandeln, die für die/den Betroffene(n) weniger belastend ist.